Geschichte der Physiotherapie

Einige Methoden der Physiotherapie sind der Menschheit schon seit frühgeschichtlichen Epochen bekannt. So zeigten Aufzeichnungen aus der Geschichte, dass die Menschen Mineral- und Thermalbäder schon damals genutzt und genossen haben. Schon in der Geschichte der chinesischen, germanischen und griechischen Kultur waren sowohl Bäder, als auch einfache Formen der Massage bekannt. Für diese Kulturen hatten die Praktiken jedoch nicht nur heilende Zwecke, sondern auch religiöse und rituelle.

Sebastian Kneipp als Vorreiter in Deutschland

Als einer der Begründer der wissenschaftlichen Medizin gilt Hippokrates von Kos (460-377 v. Chr.). Er vertrat die Auffassung, dass die Natur eigene Heilkräfte besäße und der Arzt lediglich die Natur zu unterstützen hätte. Diese Überzeugungen wurden oft ins Lächerliche gezogen, bevor Paracelsus sie im 16. Jahrhundert von neuem aufgriff. Vor allem im 18. Jahrhundert erfreute sich die Bäderbehandlung in Kurorten und Seebädern steigender Beliebtheit. Auch die Elektrotherapie entwickelte sich in diesem Jahrhundert. In Deutschland übte der Landpfarrer Sebastian Kneipp, dessen Namen wohl jedem bekannt sein dürfte, regen Einfluss auf die Methoden der Therapie. Mit der Zeit fand die Thematik auch Einzug in die Wissenschaft und die Universitäten Wien, Berlin, München und Zürich beschäftigten sich mit den wissenschaftlichen Methoden.

1994:

Neudefinierung eines Berufes

Ursprünglich wurde die Physiotherapie als Krankengymnastik bezeichnet. Dieser Begriff ist, angesichts der modernen Behandlungsmethoden und wissenschaftlichen Forschungspraktiken, nicht mehr zeitgemäß und daher kommt ihm nun nur mehr in der Geschichte Bedeutung zu. Schon 1994 wurde der Begriff Krankengymnastik offiziell durch den Begriff Physiotherapie ersetzt. Damals wurden die Gesetzte zu diesem Berufsstand neu ausformuliert. Der Beruf des Physiotherapeuten gehört zu der Sparte der Gesundheitsfachberufe. Grob gesagt, geht es bei der Physiotherapie darum, Reize auf den Körper auszuüben, die er bereits kennt. Zum Beispiel Wärme, Kälte oder Bewegung. Diese werden aber nicht zufällig, sondern zielgerichtet auf den Körper angewendet. Serienmäßige Anwendung wirkt dabei förderlich. Der Begriff Physik kommt aus dem griechischen und bedeutet "natürlich", Physiotherapie bedeutet soviel wie die die gezielte Behandlung gestörter physiologischer Funktionen.

Einsatzgebiete:

Prävention, Therapie und Rehabilitation

Im heutigen Verständnis der Materie ist die Physiotherapie nicht nur kranken und älteren Menschen zu empfehlen. Viel mehr eignen sich die Übungen hervorragend zur Prävention vor späteren Leiden, denn so kann Spätfolgen vorgebeugt werden. Heutzutage sitzen Menschen viel und befinden sich in, für den Bewegungsapparat unvorteilhaften, Stellungen, dies führt nicht immer umgehend zu Schmerzen. Erst über Jahre führt schlechte Haltung zu Beschwerden.

Demnach gibt es drei hauptsächliche Einsatzgebiete für die Therapie:

  • Prävention: Vorbeugung von Wiederkehr und Entstehung von Krankheiten
  • Therapie: Behandlung akuter und chronischer Krankheiten und die Verbesserung der Lebensqualität
  • Rehabilitation: Funktionseinbußen sollen gemindert werden und Fähigkeiten wiederhergestellt werden, sodass eine Partizipation am täglichen Leben keine Probleme darstellt

 

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